Wildkunde


Zuchthirsche von Gerald Ragginger

 

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Die Echten Hirsche (Cervinae) sind eine Unterfamilie der Hirsche (Cervidae).
Die rund 15 Arten dieser Gruppe leben größtenteils in Eurasien, am bekanntesten davon ist der Rothirsch.

Sie sind charakterisiert durch eine „plesiometacarpale“ Zehenstellung (das heißt dass nur die proximalen (am Fuß anliegenden) Teile der verkleinerten 2. und 5. Zehen vorhanden sind). Dieses Merkmal teilen sie mit den Muntjakhirschen, die ihre nächsten Verwandten darstellen, von denen sie sich aber durch das größere, verzweigtere Geweih deutlich unterscheiden.

Wussten Sie das?

In sehr frühen Zeiten durften vom Hochadel Rotwild, Damwild und auch Muffelwild gejagt wurden. Dem niedrigen Adel war es nur erlaubt Kaninchen, Rehwild oder Tauben zu jagen. Seither wird das Wild in Hochwild und Niederwild unterteilt.
Das Rotwild, wozu der prächtige Hirsch zählt, ist sehr gefragt als Zuchtwild. Das wundervolle Geweih dient dem Tier als Waffe. Dieses entwickelt sich im Laufe seiner Lebensjahre und beginnt mit zwei Spießen. Durch eine gute Ernährung und ein
stressfreies Leben erreicht der Hirsch oder Rothirsch ein Alter von zwölf Jahren. In dieser Zeit haben sich der Körper und auch das Geweih zu einer prächtigen Statur entwickelt. Nach diesem Lebenshöhepunkt wird das Geweih jährlich abgeworfen und wächst auch jährlich wieder nach.